Gefahren zu häufiger Arzneieinnahmen

Einer der größten Fehler in der homöopathischen Behandlung ist die zu häufige Wiederholung von Arzneimitteln – denn dadurch verschlimmert sich der Zustand des Patienten. Es ist falsch davon auszugehen, dass homöopathische Mittel nebenwirkungsfrei wären.
Im Gegenteil: die Arzneimittelprüfung am Gesunden ist ein bewusstes Provozieren von Arzneimittelsymptomen am gesunden Probanden, um die Arznei in ihrer spezifischen Wirkung und unter kontrollierten Bedingungen zu prüfen. So wird in empirischen Versuchsreihen erforscht, welche Arznei bei welchen Symptomen verabreicht werden soll.

Wichtig ist somit die kontrollierte Verabreichung der Arznei – denn in der Homöopathie gilt: »Weniger ist mehr«. Die Verabreichung verlangt genaue Kenntnis über die Wirkung der Arznei, um ein Neuauftreten von Symptomen richtig deuten zu können. Es gilt, zwischen einer harmlosen, rasch reversiblen Erstverschlimmerung und einer Arzneimittelprüfung – ausgelöst durch zu häufige Gabe eines nicht passenden Mittels – differenzieren zu müssen.

Homöopathische Therapien müssen daher von gut geschulten, mit der Methode vertrauten und erfahrenen Ärzten und Hebammen angewandt werden. Je erfahrener eine homöopathische Ärztin oder Hebamme ist, umso geduldiger wartet sie die Reaktion auf eine Arzneigabe ab, bevor er diese wiederholt.